04.06.2026
Vom Ausstellungsbesuch zur Raumgestaltung: Wie Schüler:innen ihre Lernumgebung neu denken
Wie sieht ein Klassenraum aus, in dem man sich wohlfühlt, konzentriert arbeiten kann und gerne Zeit verbringt? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schüler:innen der Oberschule Kurt-Schumacher-Allee. Aus ihren Ideen zur Neugestaltung der Lernumgebung entstand ein konkretes Konzept, das nun umgesetzt wird.
Nachdem die Ausstellung „Unlock the Future“ an der Oberschule zu Gast war, beschäftigte sich eine Schülerin im Rahmen einer Klausurersatzleistung mit der Frage, wie sich die Lernumgebung an ihrer Schule verbessern lässt. Dabei entwickelte sie konkrete Ideen, wie Farben, Materialien und eine gezielte Raumgestaltung zu einer angenehmeren und inspirierenderen Lernatmosphäre beitragen können.
Gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Frau Lipka entstand daraus die Idee, die Überlegungen mit dem Kurs weiterzuentwickeln – und zwar nicht nur theoretisch, sondern mit professioneller Unterstützung.
Workshop zur Raumgestaltung bei der Gruppe für Gestaltung
Dafür besuchten fünf Schüler:innen gemeinsam mit Frau Lipka die GfG / Gruppe für Gestaltung, die das Projekt „Unlock the Future“ gestalterisch begleitet und umgesetzt hat. Nach der Vorstellung ihrer Ideen erhielten die Schüler:innen Impulse sowie fachliche Unterstützung bei deren Weiterentwicklung. Geleitet wurde der Workshop von Nadine Ahlers (Konzeption, Umsetzung und Steuerung der Ausstellung) und Hanke Homburg (Strategie, Planung, Implementierung von „Unlock the Future“).
Gemeinsam wurden Materialien und Farbkonzepte gesichtet, Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert und konkrete Ansätze für eine Umsetzung im Schulalltag entwickelt. Dabei zeigte das Team der GfG auf, wie bereits mit einfachen Maßnahmen große Veränderungen in der Raumwirkung erzielt werden können.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Welche Atmosphäre soll der Raum vermitteln? Welche Elemente können reduziert werden? Wie viel Farbe verträgt der Raum? Und wie lassen sich Ruhe, Orientierung und Inspiration miteinander verbinden?
Gemeinsam entstand eine Ideensammlung für die zukünftige Gestaltung des Klassenraums:
Wände durch abgestimmte Farbkonzepte freundlicher und lebendiger gestalten
Moosflächen als natürliche Gestaltungselemente integrieren
Bereiche für Poster und Projektergebnisse schaffen
Das Lehrerpult neu denken und stärker in das Gesamtkonzept integrieren
Flexible Raumkonzepte für Gruppen- und Einzelarbeit entwickeln
Zusätzliche Aufenthaltsbereiche mit Sesseln oder Sofas schaffen
Vorhandene Möbel weiterverwenden und kreativ umgestalten
Von der Idee zur Umsetzung
Im Workshop wurden zudem konkrete Arbeitsschritte entwickelt, mit denen die Planung für Farb- und Raumkonzept sowie für Möbel und Materialien weitergeführt werden kann. Die ersten Ideen nehmen damit zunehmend Gestalt an.
Das Projekt zeigt, wie aus den Ideen von Schüler:innen konkrete Veränderungen entstehen und wie sie ihre Lernumgebung aktiv mitgestalten können. Zugleich wird deutlich, dass gute Raumgestaltung ein wichtiger Baustein für Bildungsgerechtigkeit ist. Lernräume, die Orientierung bieten, das Wohlbefinden fördern und konzentriertes Arbeiten ermöglichen, schaffen bessere Voraussetzungen für alle.