23.01.2026
Fortsetzung der Förderallianz „Bildungsgerechtigkeit“
Ein Projektjahr, fünf Städte und zahlreiche Begegnungen – verbunden durch die Frage, wie Bildung gerechter werden kann. Am 21. Januar machte das Treffen der Förderallianz im Rahmen der Ausstellung „Unlock the Future“ im Forum am Domshof sichtbar, was in einem Jahr Projektarbeit entstanden ist.
Eingeladen hatten das Stiftungshaus Bremen und die Stiftung der Universität Bremen zur Fortsetzung der Förderallianz „Bildungsgerechtigkeit“. Ziel der Förderallianz ist es, Schulen dabei zu unterstützen, bestehende und neue Projekte eigenständig umzusetzen. Die Förderung soll dabei möglichst unbürokratisch erfolgen, damit gute Ideen aus Schulen schnell Wirkung entfalten können – von Schulen für Schulen.
Von Publikation zu Ausstellung und Plattform
Zum Auftakt der Veranstaltung führte Sabine Doff, Initiatorin von „Unlock the Future“, durch die Ausstellung. Dabei gab sie Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit, in der sie das Zusammenspiel von Forschung und schulischer Praxis herausarbeitete. Zudem zeigte sie, wie die Ergebnisse von der GfG / Gruppe für Gestaltung in die Ausstellung übersetzt wurden und stellte dabei auch die begleitende Online-Plattform vor.
Außerdem wurde die Weiterentwicklung der Wanderausstellung thematisiert. Inzwischen wurden die Inhalte in unterschiedlichen Ausstellungsformaten an mehreren Orten gezeigt – von Bremerhaven und Bremen über Hamburg und Berlin bis nach Sindelfingen.
Konkrete Ansätze aus der Schulpraxis
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei Best-Practice-Cases, die zeigen, wie Bildungsgerechtigkeit im Schulalltag konkret umgesetzt werden kann.
Schule ohne Gepäck (Grundschule)
Abbau struktureller Barrieren im Schulalltag
Praxisnetzwerk Schule (Sekundarschule)
Nachhaltige Wirkung für junge Menschen und ihr Quartier
Leitbildentwicklung (Berufsschule)
Förderung von Eigenverantwortung
Die Lehrenden der Neuen Grundschule Lehe und der BBSG präsentierten ihre Ansätze und gaben Einblicke in konkrete Veränderungsprozesse. Der Ansatz der „Ernst!“ wurde stellvertretend von der GfG vorgestellt. Dabei wurde deutlich, mit welchem Engagement die beteiligten Schulen ihre Projekte vorantreiben.
KI-Projekte realisieren
Daneben wurden zwei KI-Anwendungen vorgestellt: der KI-Tutor für Kinder und Jugendliche sowie der KI-Coach für Lehrende.
Der KI-Tutor baut auf der Arbeit von Gesine Born auf, die im Rahmen des Projekts KI-Workshops mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt hat. Als mAI-Guide gibt er Schüler:innen Raum für eigene Ideen, für die Beschäftigung mit Bildungsgerechtigkeit und für erste Zugänge zu KI-gestützten Bildwerkzeugen.
Der KI-Coach begleitet Lehrende als Reflexionspartner:in in ihrer professionellen Praxis. Der Fokus liegt auf Reflexion, pädagogischer Professionalität und (bildungs)gerechteren Entscheidungen.
Start in die nächste Projektphase
In der nächsten Projektphase werden Konzepte entwickelt, um die Best-Practice-Projekte auf weitere Schulen zu übertragen. Gleichzeitig werden KI-Anwendungen für Schüler:innen und Lehrende weiterentwickelt und neue Ausstellungsformate realisiert.
Damit diese Vorhaben weiter wachsen können, braucht es engagierte Unterstützer:innen und Partner:innen.